Unsere dänischen Hardrocker BITE THE BULLET haben im Rockblog ein hervorragendes Review bekommen:

cover LPklein

 

Ein großartiges Debüt präsentieren uns “Bite The Bullet”. Knapp 40 Minuten Danish Rock Dynamite, das in diesen Tagen beim sehr rührigen Kozmik-Artifactz/Bilocation RecordsLabel erscheint. Mal federleicht groovender, mal schwer orgelnder Rock mit sehr viel Soul und Feeling, die drei Jungs aus Dänemark spielen ihren Sound in einem Stil, der meiner bescheidenen Meinung nach seine Ursprünge u.a. in Motorcity 5 (MC 5) Detroit und im Swinging London der 60s feierte. Und auch der Sound ala Vibravoid und die ruppigen und rohen Essenzen der Young/Crazy Horse Kooperation sind manchmal nicht weit entfernt, selbst eine Prise New Wave ist punktuell zu vernehmen.

Zwei Leute in der Band sind “alte” Recken des schweißgetränkten, psychedelisch verfuzzten Garagenrocks mit 60s und 70s Flair. “Christian Norup” am Bass und “Paw Eriksen” an der Gitarre und bei den Aufnahmen im Studio am Schlagzeug machen seit 15 Jahren zusammen Musik. Zuletzt bis 2011 bei “Highway Child”, eine der geilsten Livebands, die ich in meiner über 40jährigen Karriere als Konzertgänger erleben durfte.
Einige Zeit nach dem Split formierte das Duo “Bite The Bullet” und fand vor den Aufnahmen für dieses Album in “Thomas S. Christensen” die für mich perfekte Stimme für die zehn Kompositionen, die zwischen drei und fünf Minuten dauern. Und für hoffentlich demnächst öfter stattfindende, garantiert schweißtreibende und energiegeladene Live Erlebnisse gibt dann “Andreas Henriksen” den Takt vor.
Die Gitarrenklänge von “Paw” beißen, brodeln, fuzzen, powern, schreien, schroten und stampfen wie eh und jeh und damals auf diesem Vinyl und Dampfmacher “Christian” an den etwas dickeren Saiten ist sein kongenialer Partner. Und der dritte im Bunde besticht mit seinem Gesang, z.B. in der Powerballade “Every Boy Has a Broken Soul”. Erinnert sehr an die Zusammenarbeit Neil Young/Crazy Horse und ist für mich der schönste Song auf diesem Tonträger.
Ein sehr rockiges und treibendes Piano dominiert bis zur Mitte von “I Feel Love”, danach übernimmt die grandios zerrende Gitarre das Kommando.
Verhallt und verfuzzt nochmal, “Hit The Ground” und “Space Drums”spacen und beamen den Hörer sehr stark zurück in die verrockten 60s, die “Kinks treffen die Small Faces, The Who, The Beatles und diverse bunte Bands” in der Carnaby Street.
Eine Ballade mit sehr viel Gefühl ist “Home”, mit wunderbarer Gitarre, dieser Song wird bei einem Liveeinsatz sicherlich alle vorhandenen Feuerzeuge im Zuhörerbereich an die Arbeit bringen und beschließt eine Platte, die sich zum Durchläufer auf meinem Plattenteller entwickelte….(Volker) http://rockblogbluesspot.com/2013/10/21/bite-the-bullet-bite-the-bullet/