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Shivas Nat – Hard To Breathe

Mit Wolldecken in den Gitarrenverstärkern und Hall auf der Stimme brummt es doch so wundervoll! Shivas Nat beherrschen das Brummen und liefern wunderbare Soundspitzen mit Orgel und hartem Stimmeinsatz. Auf ihrer LP „Hard To Breathe“ zünden die Dänen ein kleines Feuerwerk mit ihrem psychodelischen Garagensounds, die sowohl viel Blues enthalten, als auch mit härteren Acid Rock Einlagen gehörig nachpfeffern.

Immer schön, wenn sich eine Platte gekonnt Zeit nimmt, um erst einmal einzuklingen. Der erste Song, „Shape Of My Soul“ hat mit seinen fast 11 Minuten ja auch genug Spielzeit dazu. Danach wird es irrsinnig bluesig, wunderbar dick und satt im Sound. Und egal, wie sehr Patrick Lykke Heinsoe auch mit seiner Stimme aufdreht, Gitarre und Orgel halten den Song so wunderbar erdig!

In „I’m Alive“ geht es dann härter zu. Der Song nimmt einmal kurz Anlauf und bricht spätestens bei dem auf Anschlag gepegelten Stimmeinsatz aus den Boxen hervor. Die langen instrumentalen Parts, die folgen, und die vielen Soli sorgen für das psychodelische Feeling, während Shivas Nat immer eine gewisse Härte aufrechterhalten. Der treibende Grundrythmus dominiert und holt gerade am Ende, nach mehreren fantastischen Soli im Mittelteil, noch einmal wuchtig aus. Ganz unaufgedreht dagegen ist der Song „Lullaby“. Ruhig und gesetzt, aber immer mit schönem Overdrive auf der Gitarre. Die Orgel hält sich diesmal zurück und der Minimalismus steht dem Song gut. „Dragonodyssey“ ist wieder härter und setzt mehr auf die Orgel. Insgesamt ergibt sich daraus eine Härtemischung aus den ersten beiden Songs der Platte. Weniger Vortrieb als „I’m Alive“, aber doch mehr Power als „Shape Of My Soul“. Der Band steht das gut und gerade die Soli sind noch dicker aufgelegt als zuvor.

Shivas Nat – PictureDas Ende muss einfach nochmal ein ruhiger Song sein – und mit dem Titel „You“ liefern Shivas Nat genau das. Einen ruhigen, verträumten Song und ein bisschen Glockenspiel. Verklärte Melodien, viel Hall und ein zurückhaltendes Schlagzeug sind hier das Erfolgsrezept. Nach fast 2 ein halb Minuten öffnet sich der Song dann wieder der härteren, kratzigen Stimme und schweren Akkorden mit viel Nachklang und dem vielleicht stärksten Solo der Platte. Ekstatisches Ende! Das Ende? Ja, bei mir schon. Allerdings enthält die LP wohl noch einen sechsten Song namens „Weight“… Hätte ich ja doch sehr gerne!

Dicker, fast schmieriger Sound, viel Retro und trotzdem originell, fette Soli, ein Gesang mit dem gewissen Reibeisencharakter… Das ist schlichtweg gesagt geil! „Hard To Breathe“ überzeugt von vorne bis hinten….(Colin)

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