Zwei schöne Reviews zu den aktuellen Veröffentlichungen:

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FUZZ MANTA
The Stonewolf 2LP

Psychedelia mit Orgel und grandioser Sängerin. Der Opener ist dann auch gleich mal entspannte 18 Minuten lang, damit man man mal aus der ganzen globalen, hektischen Produktivtätsnummer rausfindet. Lene Kjær Hvillum bewegt sich, was ihre Vocals angeht, weiterhin eher in der Tradition von JEFFERSON AIRPLANE oder COVEN als dass aktuelle Sängerinnen als Vergleich Sinn machen würden, höchstens noch Jess (JESS AND THE ANCIENT ONES) denn ihre Stimme ist auch leicht soulig. Bei FUZZ MANTA wird die Stimme aber nur sehr bedacht bemüht, weil eben das wabernde Element des Sounds oft im Vordergrund steht und man die Vocals auf den HAWKWIND-mäßigen Bandsound abstimmt. Ja, weniger ist manchmal mehr, denn so brilliant die Stimme ist, sie würde auf alle Fälle polarisieren. Die Songs des dritten Albums, die herausstechen sind “Sooner or later” weil die Dänen hier mit einem herrlich langsamen Rockriff hantieren, dem man einige disharmonische Twists verpasst hat. Der Gesang passt hier phänomenal und selbst wenn “Baby in vain” zuvor etwas abfiel, “When I Sleep” mit seinen Krautrock-Elementen und PINK FLOYD/NEKTAR-Anklängen sowie dem morbiden Refrain entschädigt dafür reichlich. Insgesamt ein tolles Album mit ein, zwei Schwächen, aber wesentlich origineller als das Debüt “Smokerings”, aber nicht ganz so virtuos wie “Vortex Memplex”, der goldene Mittelweg eben. ThEb(8)

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HEAVY EYES
S/t LP

Repress des Debüts der aus Memphis stammenden Combo, weil die Erstauflage vergriffen war. In “Voytek” und “Wax apple” verbindet das Trio Stoner bzw. Wüstenrock mit Blues-Skalen und bleibt, was das Tempo angeht immer schön im Midtempobereich. So sind alle elf Songs echt relaxed und wenn das Label “sounds similar to a skeleton driving a speed boat on a flaming Mississippi River headed back to 1969” sagt, dann meint es ein echt ausgeglichenes und entspanntes Skelett, von Hektik ist hier nämlich nicht der Hauch einer Spur. Die Grenze ins Psychedelische wird aber immer nur gestreift, in “It’s been so long” hört man zwar ausufernde Soli und Twinguitars, aber meist kommt die Band ohne viele Schnörkel direkt auf den Punkt. Das Gros der Songs bleibt auch unter drei Minuten und selbst wenn etwas mehr Psychedelia nicht stören würde, gibt es hier nichts zu mäkeln, vor allem, weil man textlich nicht stereotyp agiert, sondern doch recht innovativ und unberechenbar ist. Wer’s tatsächlich etwas verspielter und atmosphärischer mag, kann ja einfach zu “Maera”, dem Zweitling von HEAVY EYES greifen. ThEb (8)

http://www.wltu-music.de/febfourteen.htm

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